Name Marco Thiele
Jahrgang: 1973
Ausgeübter Beruf: Fachberater an der IT-Hotline eines hannoverschen Kreditinstituts
Feuerwehr: Ohndorf
Eintritt in die Feuerwehr: 1987 (Jugendfeuerwehr)
Dienstgrad: Oberlöschmeister
Sonderaufgaben: Gruppenführer in der Ortsfeuerwehr, Kassenwart, Gemeindepressewart, Schriftführer im Gemeindekommando, Wertungsrichter
   

   
Die Feuerwehr und ich
Als kleiner Junge habe ich mich schon für das rote Auto interessiert, dass da in der Garage eines kleinen Hauses in der Schulstraße stand. Da mein Vater und Bruder aktive Mitglieder der Feuerwehr sind, war es für mich gar keine Frage, dass ich später auch einmal mit dem roten Auto in den Einsatz fahre. Als dann 1987 die Jugendfeuerwehr in Ohndorf gegründet wurde, war ich mit dabei - logisch. Endlich durfte ich auch einmal im Feuerwehrauto mitfahren. Mit den Einsätzen hat's aber noch ein paar Jahre gedauert.

Mittlerweile sind einige Jahre ins Land gezogen und meine ersten Einsätze habe ich hinter mir. Zum Glück waren es nicht so viele, aber zu tun habe ich eine ganze Menge. Feuerwehr ist eben nicht nur Feuer löschen. Damit wir überhaupt Feuer löschen können, ist die Ausbildung wichtig. Als Gruppenführer in einer Feuerwehr ist die Ausbildung meiner Kameradinnen und Kameraden eine Aufgabe von mir. Als Kassenwart kümmere ich mich um die Finanzen der Feuerwehrkameradschaft - klar, als gelernter Sparkassenkaufmann. Dann schreibe ich noch die Protokolle der Dienstbesprechungen des Gemeindekommandos, bin Wertungsrichter für Leistungswettbewerbe und kümmere mich als Gemeindepressewart um die Öffentlichkeitsarbeit und diese Homepage.

Bei so vielen Tätigkeiten vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die Feuerwehr denke - es gibt halt immer etwas zu tun. Trotzdem mache ich alles gerne, denn ich weiß, dass es wichtig ist. Die Feuerwehren repräsentieren Werte, die heutzutage immer seltener werden. Ehrenamtliches Engagement und der Einsatz für den Nächsten - egal welcher Religion, Hautfarbe oder Sprache - sucht man bei vielen Menschen unserer Gesellschaft vergebens. Dabei ist es doch gerade das Miteinander, das das Leben für uns alle angenehmer gestaltet. Nicht immer nur nehmen, sondern selbst auch einmal etwas geben. In unserem Dorf gibt es dieses noch. Die Dorfgemeinschaft ist intakt. Doch in den Städten?

Ich wünsche mir, dass ich noch viele Jahre Spaß an der Feuerwehr finde und dass es immer Jugendliche geben wird, die auch Spaß an der Feuerwehr haben. Dazu ist die Jugendarbeit enorm wichtig. Durch die Konkurrenz des Fernsehens und des Computers ist es schwierig, die Kids nach draußen zu bekommen. Aber gemeinsam schaffen wir das, oder können Sie sich eine Welt ohne Feuerwehr vorstellen?

     
     

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