Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Nenndorf
Glossar

Viele Begriffe aus der Welt der Feuerwehr sind sehr speziell und für den Außenstehenden nur sehr schwer verständlich. Diese Übersicht der auf dieser Website verwendeten Fachbegriffe soll etwas Licht in das Dunkel bringen. Haben Sie dennoch eine oder mehrere Fragen, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P-Q   R   S   T   U   V   W   X-Z

A

AGT Abkürzung für: Atemschutzgeräteträger
Angriffstrupp Wird in der Regel zuerst eingesetzt. Entweder zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung.
Atemschutzgerät Werden unterteilt nach umluftabhängig (Filtergerät) und umluftunabhängig (Pressluftatmer). Schützt den Träger vor Verunreinigungen der Atemluft.
Atemschutzgeräteträger Besonders bei Bränden kommt es häufig zu einer starken Rauchentwicklung. Dieser Rauch verdrängt den für uns notwendigen Sauerstloff und enthält oftmals giftige Bestandteile. Die Feuerwehrleute müssen sich daher vor diesen Gefahren schützen. Dieses tun sie mit entsprechenden Atemschutzgeräten. Feuerwehrleute, die für das Tragen der Geräte ausgebildet sind, nennt man Atemschutzgeräteträger. Neben der speziellen Ausbildung, die in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Stadthagen durchgeführt wird, ist eine körperliche Eignung erforderlich. Eine regelmäßige medizinische Untersuchung ist vorgeschrieben. Ebenso der jährlich zu absolvierende Leistungsnachweis.

B

B-Rohr Ein Strahlrohr mit einer Durchflussmenge von 400 oder 800 Litern in der Minute. Wird im Normalfalll von drei Feuerwehrmitgliedern gehalten und bedient (bei Verwendung eines Stützkrümmers von zwei Feuerwehrmitgliedern). Die Wurfweite beträgt ca. 40 Meter.
B-Schlauch Ein 20 Meter langer Feuerwehrschlauch mit einem Innendurchmesser von 75 Millimetern.

C

C-Rohr Ein Strahlrohr mit einer Durchflussmenge von 100 oder 200 Litern in der Minute. Wird im Normalfall von zwei Feuerwehrmitgliedern gehalten und bedient. Die Wurfweite beträgt ca. 20 Meter.
C-Schlauch Ein 15 Meter langer Feuerwehrschlauch mit einem Innendurchmesser von 42 oder 52 Millimetern.

D

Dienstgrad In der Feuerwehr gibt es verschiedene Dienstgrade, die nach Dienstjahren, Dienststellung und Qualifikation verliehen werden. Der niedrigste Dienstgrad ist Feuerwehrmann-Anwärter/Feuerwehrfrau-Anwärterin, der höchste ist Regierungsbrandmeister/in.
Dienststellung Die Dienststellung ist eine Funktion in der Feuerwehr. Beispielsweise Ortsbrandmeister, Jugendfeuerwehrwart oder Gruppenführer. Voraussetzung für die Übernahme einer Dienststellung ist oftmals eine bestimmte Qualifikation.
Digitaler Meldeempfänger Gerät zur Alarmierung von Feuerwehrleuten, das mit Signaltönen und Textnachrichten zu einem Einsatz alarmiert. Details gibt es im Artikel Alarmierung.
DME Abkürzung für: Digitaler Meldeempfänger
Drehleiter Feuerwehrfahrzeug aus der Klasse der Hubrettungsfahrzeuge. Wird hauptsächlich zur Menschenrettung, aber auch zur Brandbekämpfung oder bei der technischen Hilfeleistung eingesetzt. Mehr Infos erhalten Sie im Artikel Feuerwehrfahrzeuge.
Druckknopfmelder Feuermelder, die manuell betätigt werden. Zumeist ein großer Knopf hinter einer Scheibe, der gedrückt werden muss, um Alarm auszulösen. Der Missbrauch ist strafbar!

E

Einsatzleiter Feuerwehrmitglied mit der Verantwortung für den gesamten Einsatzablauf. Gekennzeichnet durch eine gelbe Weste mit der Aufschrift "Einsatzleiter".
Einsatzleitwagen Fahrzeug mit Kommunikationstechnik, das dem Einsatzleiter als Hilfsmittel zur Verfügung steht. Mehr Infos erhalten Sie im Artikel Feuerwehrfahrzeuge.
ELW Abkürzung für: Einsatzleitwagen

F

FEL Abkürzung für: Feuerwehr-Einsatzleitstelle
Feuermelder Gerät, das ein Feuer entweder durch einen lauten Signalton (auch Rauchmelder) oder durch eine automatische Alarmauslösung an zentraler Stelle meldet.
Feuermeldereinlauf Eingang der Alarmmeldung eines Feuermelders (z.B. in der Feuerwehr-Einsatzleitstelle).
Feuerwehr-Dienstvorschrift Entspricht einer Arbeitsanweisung für Feuerwehren. In der FwDV 3 sind zum Beispiel die Arbeiten beschrieben, die die Funktionen (z.B. Wassertrupp, Schlauchtrupp, usw.) in Gruppe im Löscheinsatz durchzuführen haben.
Feuerwehr-Einsatzleitstelle Zentrale Einrichtung eines Landkreises oder einer Stadt, über die Feuerwehren alarmiert und koordiniert werden. Notrufe auf der 112 werden hier angenommen.
Feuerwehr-Unfallkasse Versicherung speziell für Feuerwehrleute. Sichert die Feuerwehrleute im Dienstbetrieb (z.B. bei Einsätzen oder Übungen) ab.
Filtergerät Ein Atemschutzgerät, dass abhängig von der Umgebungsluft ist (umluftabhängig). Umgangssprachlich auch als "Gasmaske" bezeichnet.
FwDV Abkürzung für: Feuerwehr-Dienstvorschrift

G

GemBM Abkürzung für: Gemeindebrandmeister
Gemeindebrandmeister Leitet im Auftrag des Bürgermeisters die Feuerwehr einer Gemeinde (Gemeindefeuerwehr). Schnittstelle zur Verwaltung einer Gemeinde.
Gruppenführer Leitet eine Löschgruppe.

H

Hohlstrahlrohr Spezielles Strahlrohr mit Regulierung der Durchflussmenge und verschiedenen Einstellungen für den Wasserstrahl (z.B. Sprühstrahl, Vollstrahl).

I

ISO Abkürzung für: International Organisation for Standardisation (Internationale Normierungsorganisation)

J

JF Abkürzung für: Jugendfeuerwehr
Jugendfeuerwehr Jugendorganisation der Feuerwehren. Mitmachen können alle Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Betreibt neben der allgemeinen Jugendarbeit auch eine feuerwehrtechnische Ausbildung. Hat das Ziel, Jugendliche für den späteren aktiven Dienst vorzubereiten und zu begeistern.
Jugendfeuerwehrwart Leiter der Jugendfeuerwehr.

K

KF Abkürzung für: Kinderfeuerwehr
Kinderfeuerwehr Bereits ab sechs Jahren können Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr beitreten. Im Vordergrund stehen weniger feuerwehrtechnische Themen. Vielmehr werden allgemeine Jugendarbeit und Brandschutzerziehung betrieben.
Kübelspritze Die Kübelspritze zählt zu den Kleinlöschgeräten. Eine doppelt wirkende Kolbenpumpe ist in einen zylindrischen Wasserbehälter (10 oder 15 Liter) integriert. Durch das Bewegen des Kolbenrohres wird das Wasser gefördert und über einen D-Schlauch mit Strahlrohr abgegeben. Die Wurfweite beträgt 7 - 10 m.

L

LF Abkürzung für: Löschgruppenfahrzeug
Löschgruppe Eine Löschgruppe besteht aus 9 Feuerwehrmitgliedern: Gruppenführer, Maschinist, Melder, Angriffstrupp (2), Wassertrupp (2) und Schlauchtrupp (2). Stärke 1 : 8
Löschgruppenfahrzeug Fahrzeug für eine Löschgruppe. Mehr Infos erhalten Sie im Artikel Feuerwehrfahrzeuge.
Löschstaffel Eine Löschstaffel besteht auf 6 Feuerwehrmitgliedern: Staffelführer, Maschinist, Angriffstrupp (2) und Wassertrupp (2). Stärke 1 : 5

M

Maschinist Fährt das Fahrzeug und bedient die motorgetriebenen Geräte (z.B. Pumpen).
Melder Ist die rechte Hand des Gruppenführers. Erkundet auf Anweisung und Übermittelt Nachrichten. Unterstützt die Trupps beim Aufstellen von tragbaren Leitern.

N

NAW Abkürzung für: Notarztwagen
NEF Abkürzung für: Notarzt-Einsatzfahrzeug

O

OrtsBM Abkürzung für: Ortsbrandmeister
Ortsbrandmeister Leiter einer Ortsfeuerwehr.

P-Q

PA Abkürzung für: Pressluftatmer
Pol Abkürzung für: Polizei
Pressluftatmer Ein umluftunabhängiges Atemschutzgerät. Die Atemluft wird dabei in einer Druckflasche auf dem Rücken mitgeführt. Ermöglicht das Arbeiten an Orten mit Sauerstoffmangel. Hat - je nach Tätigkeit und Atemschutzgeräteträger - eine Kapazität von bis zu 40 Minuten.

R

RTW Abkürzung für: Rettungswagen
Rüstwagen Fahrzeug mit Material und Geräten zur technischen Hilfeleistung.
RW Abkürzung für: Rüstwagen

S

Sauglänge Die Sauglänge ist ein formstabiler (behält seine Röhrenform immer bei) Schlauch von 160 oder 250 cm Länge zum Ansaugen von Wasser aus offenen Gewässern (Flüsse, Seen, Kanäle).
Schlauchtrupp Ist zuständig für das Verlegen der Schläuche ab dem Verteiler. Wird auch als dritter Angriffstrupp eingesetzt.
Sirene Alarmgerät, dass bei Alarmierung einen lauten Signalton erzeugt, der mehrere Kilometer weit zu hören ist. Weitere Informationen gibt es im Artikel Alarmierung.
Staffel Siehe unter Löschstaffel.
Staffelführer Leitet eine Löschstaffel.
Strahlrohr Bedieneinrichtung, um den Wasserstrahl zu regulieren. Enthält die Einstellungen Halt, Voll- und Sprühstrahl. Siehe auch: Hohlstrahlrohr.

T

Tanklöschfahrzeug Feuerwehrfahrzeug mit einem Löschwassertank, speziell für den Transport von Wasser konzipiert.
TLF Abkürzung für: Tanklöschfahrzeug
Tragkraftspritze Feuerwehrpumpe mit einer Förderleistung von 1000 l/min bei 10 bar Nennförderdruck. Gewicht max. 190 kg.
Trupp Kleinste taktische Einheit in der Feuerwehr. Ein Trupp besteht aus mindestens zwei Feuerwehrmitgliedern.
TS Abkürzung für: Tragkraftspritze

U

Unfallkasse siehe: Feuerwehr-Unfallkasse

V

Verteiler Gerät, das eine ankommende Leitung (B) auf drei weiterführende (C-C-C oder C-B-C) verteilt. Jede weiterführende Leitung kann durch ein Ventil geöffnet oder geschlossen werden.

W

Wassertrupp Ist zuständig für den Aufbau der Wasserversorgung bis zur Pumpe. Wird danach als zweiter Angriffstrupp eingesetzt.

X-Z

Xanthippe Xanthippe war die Ehefrau des Philosophen Sokrates, die als Inbegriff des zänkischen Weibes in die europäische Literatur eingegangen ist. Ihr Name wird oft sprichwörtlich gebraucht und steht dann für eine übellaunige, streitsüchtige Frau, häufig auf die partnerschaftliche Beziehung bezogen. Im Buchstabieralphapet der Feuerwehren der Begriff für das "X".
Zumischer Gerät, das dem Löschwasser Schaummittel beimischt. Beruht auf dem Injektorprinzip (Strahlpumpe): Der Wasserstrom passiert eine Düse. Durch den entstehenden Unterdruck wird das Schaummittel aus einem Behälter angesaugt.