WALTRINGHAUSEN. 1935 gründeten 22 Männer aus Waltringhausen die Freiwillige Feuerwehr. So ganz freiwillig erfolgte die Gründung jedoch nicht. Es waren neue Gesetze der Regierung, die eine Feuerwehr in Waltringhausen vorschrieben. Erster Brandmeister wurde Heinrich Wehrmann, die den Aufbau der Feuerwehr organisierte und sie für viele Jahre leitete.

Einer seiner Nachfolger war Wilhelm Schröder, der zu Beginn des Kommersabends die Geschichte der Feuerwehr Revue passieren ließ. Nachdem die Feuerwehr erst einmal gegründet war, entwickelte sie sich zu einer festen Institution in Waltringhausen. Das Spritzenhaus befand sich damals an der Dorfstraße und diente als Unterstellmöglichkeit für eine Handdruckspritze, die im Einsatzfall von Pferden gezogen wurde. Die erste Motorspritze wurde 1951 angeschafft, die mit einem Traktor gezogen wurde. Nachdem 1956 ein neues Spritzenhaus gebaut wurde, konnte man auch über die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges nachdenken. Jedoch wurde dieses erst 1971 für 40.000,- DM von der Gemeinde angeschafft. Nachdem am 01. Januar 1974 Waltringhausen in die Samtgemeinde Nenndorf aufgenommen wurde, war das Misstrauen zu Anfang recht groß. Befürchtete man durch den Verlust der Eigenständigkeit doch mit Nachteilen. Doch die Bendenken erwiesen sich als unbegründet. Die Feuerwehren in der Samtgemeinde wurden aufgerüstet. Und auch Waltringhausen wurde mit Funkgeräten, Atemschutz und Schutzkleidung ausgestattet.

Nach Gründung der Jugendfeuerwehr 1978 brauchen sich die Feuerwehrleute nicht mehr ganz so viele Sorgen um den Nachwuchs zu machen. Bis auf einen Seiteneinsteiger haben alle heute aktiven Feuerwehrleute in der Jugendfeuerwehr begonnen. Somit ist der Ausbildungsstand in der Feuerwehr sehr hoch.

Ihre Verbundenheit mit der Feuerwehr brachten die Gäste aus den örtlichen Vereinen zu Ausdruck. Die Theaterkiste Waltringhausen hatte sich besonders viel Mühe gegeben und nahm den Feuerwehralltag mit kurzen Sketchen auf die Schippe und sorgte für Gelächter im Publikum.

Die Gäste aus der Politik würdigten im Besonderen das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrleute, die jeden Tag, rund um die Uhr für den Ernstfall bereit stehen. Der Samtgemeindebürgermeister Wilfried Battermann ist überzeugt, dass alle zehn Feuerwehren in der Samtgemeinde erhalten bleiben und die Herausforderungen, welche die Zukunft bringt, meistern werden.

Gemeindebrandmeister Uwe Blume sorgte sich in seiner Rede um die Unterstützung des Rates der Samtgemeinde und appellierte an diesen, die Notwendigkeit der Feuerwehren nicht zu unterschätzen und diese auch in Zukunft zu unterstützen.

Zum Abschluss des offiziellen Teils konnte Ortsbrandmeister Konrad Riechers zwei Beförderungen vornehmen. Sandy Röhrbein und Stefan Gerland wurden zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt.
 
Wilhelm Schröder erläutert die Geschichte der Feuerwehr Waltringhausen.
Jetzt Hauptfeuerwehrmänner: Sandy Röhrbein (2.v.r.) und Stefan Gerland (r).

 
 

Text und Fotos: Marco Thiele  

   
 

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