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RIEPEN. Nach einem Feuer in der Riepener Straße gab es
von einigen Riepener Einwohnern Kritik am angerückten Großaufgebot der
Feuerwehren. Insgesamt waren vier Ortsfeuerwehren mit sieben Fahrzeugen und
45 Feuerwehrleuten vor Ort. In ihren Jahresberichten gingen Ortsbrandmeister
Friedhelm Möller und sein Stellvertreter Dirk Mehring sehr detailliert auf
diese Kritik ein.
Am 30.10.05 kam es zu einem Feuer auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses.
Dank des umsichtigen und schnellen Eingreifens der Bewohner konnte größerer
Schaden abgewendet werden, zumal Dachlatten und Sparren durch die Hitze
bereits Feuer gefangen hatten. In der Entstehungsphase ist ein Feuer noch
relativ beherrschbar. Nur kurze Zeit später wären weitere Teile des
Dachstuhls in Brand geraten. Ein nicht mehr zu kontrollierender Großbrand
hätte die Folge sein können. Bei bestimmten Stichworten - wie z.B.
Wohnungsbrand - sieht daher die Alarm- und Ausrückeordnung der Samtgemeinde
vor, dass mehrere Feuerwehren gleichzeitig alarmiert werden. Hier waren es
Riepen, Horsten, Ohndorf und Bad Nenndorf. Dadurch ist es möglich, dass zu
jeder Tages- und Nachtzeit ausreichend Mannschaft und Gerät vor Ort sind.
Natürlich war dieser Einsatz nicht alles, was sich 2005 in Riepen abgespielt
hat. Eine Einsatzübung auf dem Hof Bauermeister brachte wertvolle
Erkenntnisse über die Löschwasserversorgung in der Dorfmitte. 1500
Liter/Minute können aus Hydranten entnommen werden. Ist der Einsatz der
Drehleiter notwendig, muss eine Schlauchleitung von der Rodenberger Aue
aufgebaut werden. Um dieses zu realisieren werden 1500 Meter
Schlauchmaterial und mehrere Pumpen zur Förderung der Löschwassers benötigt.
Ohne den Einsatz mehrerer Feuerwehren aus der Nähe ist auch dieses nicht zu
schaffen.
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die Abnahme des bayerischen
Leistungsabzeichens in Bronze. Aufgrund der guten Kontakte zur Freiwilligen
Feuerwehr Passau konnte dieses an Donau und Inn durchgeführt werden. Als
erste nicht-bayerische und nicht-österreichische Feuerwehre erwarben 9
Feuerwehrleute die Auszeichnung. Neben des Trainings fand ein reger
Austausch über die Unterschiede zwischen bayerischen und niedersächsischen
Feuerwehren statt. Auch ein ansprechendes kulturelles Rahmenprogramm in der
geschichtsträchtigen Stadt durfte nicht fehlen.
Jugendwart Bastian Breves berichtete von einem abwechslungsreichen Jahr der
18 Nachwuchs-Brandschützer. Neben der Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben
stand das Kreiszeltlager im Mittelpunkt des Jahres. Acht Tage zeltete man
bei abwechslungsreichen Wetter in Stadthagen und nahm an den dort
angebotenen Aktivitäten teil. Fünf Jugendlich erwarben im Zeltlager die
Leistungsspange.
Auf einem aufsteigenden Ast befindet sich auch die Kinderfeuerwehr. 13
Kinder bis 10 Jahren sammelten unter der Leitung von Kathrin Möller erste
Erfahrungen mit der Feuerwehr. Auf dem Programm standen Ausflüge,
Bastelnachmittage und der Umgang mit ersten feuerwehrtechnischen Geräten.
Beförderungen
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von links nach rechts: Udo Summe - Oberfeuerwehrmann
Timo Fritsch - Feuerwehrmann
Sarah Möller - Feuerwehrfrau
Bastian Breves - Löschmeister |
Wahlen
| Schriftführer |
Hans-Werner Bode |
| Sicherheitsbeauftragter |
Martin Wiehenkel |
| Jugendwart |
Bastian Breves |
| Leiterin Kinderfeuerwehr |
Heidrun Möller |
| stellv. Leiterin Kinderfeuerwehr |
Kathrin Möller |
Ehrungen
Der stellvertretende Leiter des Brandschutzabschnitts Nord,
Manfred Kleine, zeichnete Dirk Mehring für 25-jährige aktive Mitgliedschaft
mit dem Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen aus.
Echkard Wille war seit 1981 Sicherheitsbeauftragter in der
Feuerwehr Riepen. Dieses Amt legte er in die Hände seines Nachfolgers. Für
sein jahrelanges Engagement bedankten sich seine Kameraden mit einem
Präsent. Sichtlich bewegt nahm er eine kleine Drehleiter als Präsent
entgegen.
Mit einer Vorschau auf die Termine des kommenden Jahres endete die erste
Jahreshauptversammlung der Saison.
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