Feuerwehren üben im Bürgerhaus Haste

Haste. Bei einer Übung im Bürgerhaus Haste trainierten die Feuerwehren aus Haste und Helsinghausen/Kreuzriehe das Absuchen von großen Räumen. Der Saal des Bürgerhauses wurde dazu so stark vernebelt, dass man die Hand vor den Augen nicht erkannte. Eine schwierige Aufgabe für die Feuerwehrleute, denn die vier vermissten Personen mussten schnellstmöglich gefunden werden.

Für die Feuerwehrleute, die unter Atemschutz in brennende Räume vorgehen, ist es nicht einfach. Dunkelheit, Rauch, Hitze und Lärm behindern die Orientierung schon in normalen Wohnungen. Doch bei großen Räumen ist es noch schwieriger, systematisch vorzugehen. Orientiert man sich normalerweise an Wänden, sieht es hier schon ganz anders aus. Auf einer großen Tanzfläche fehlen sämtliche Fixpunkte. Alles verschwimmt im Rauch und in der Dunkelheit. Für die Männer und Frauen unter Atemschutz ist es daher besonders wichtig, solche Situationen zu trainieren. Die Gemeinde Haste stellte hierzu das Bürgerhaus zur Verfügung. Für die Trupps galt es, die vier im Haus versteckten Personen zu finden und ins Freie zu bringen. Kriechend wurden die Räume des Bürgerhauses abgesucht. Nach und nach brachten die Feuerwehrleute dann die "Opfer" ins Freie, wo sie von den restlichen Einsatzkräften versorgt wurden. Beim Absuchen des Saals half eine besondere Technik. Durch das Schwenken einer Leine auf dem Boden konnten Hindernisse in einigen Metern Entfernung ausgemacht werden. Handelte es sich manchmal auch um einen Stuhl oder einen Tisch, so konnte trotzdem eine der vermissten Personen auf diese Art lokalisiert werden. Die anderen wurden in Nebenräumen entdeckt.

Alles in allem zeigten sich die Führungskräfte der Feuerwehr und Gemeindedirektor Heinrich Bremer zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Sicherlich gibt es in einzelnen Punkten noch Verbesserungsbedarf. Doch genau aus diesem Grund werden immer wieder Übungen durchgeführt.

Beim Öffnen der Tür gehen die Feuerwehrleute in geduckter Haltung vor.
Im Gebäude selber bewegen sie sich kriechend vor. In Bodennähe ist die Sicht besser.
   
Mit einer großen Nebelmaschine wurde für ein realistisches "Feeling" gesorgt.
Da die Wasserversorgung über die B442 verlief, musste der Verkehr geregelt werden.
 
 
Text und Fotos: Marco Thiele    
 

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