Feuer im Schmiedegasthaus Gehrke
Riepen. Feuer im Schmiedegasthaus Gehrke! Mit dieser
Meldung wurden zahlreiche Feuerwehrleute und Angehörige der
Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes alarmiert. Im
Sozialbereich des Sternerestaurants war ein Feuer ausgebrochen. Zahlreiche
Gäste des Restaurants und des angeschlossenen Hotels sind durch den dichten
Rauch eingeschlossen. Etwa 150 Einsatzkräfte rückten nach Riepen aus.
Glücklicherweise nur zu einer Übung. Nach Umbaumaßnahmen an dem historisch
gewachsenen Komplex wurde von Landkreis Schaumburg die Auflage erteilt,
einen Einsatzplan für das Objekt zu erstellen. Im Rahmen dieser Großübung,
sollte dieser nun ein erstes Mal getestet werden.
Angenommen wurde, dass im Sozialtrakt ein Feuer ausgebrochen ist. Durch die
starke Rauchentwicklung und offene Türen konnte sich der Rauch im gesamten
Gebäude verbreiten. Im 1. und 2. Obergeschoss waren Gäste in ihren Zimmern
eingeschlossen. Im großen Saal fand eine Veranstaltung mit ca. 30 Personen
statt.
Gemäß Einsatzplan wurden die Feuerwehren Riepen, Horsten, Ohndorf und Bad
Nenndorf alarmiert. Am Einsatzort begannen sie sofort mit der
Menschenrettung und der Brandbekämpfung. Da schon abzusehen war, dass die
Kräfte nicht ausreichen würden, forderte der Einsatzleiter zusätzlich die
Feuerwehren Haste, Helsinghausen/Kreuzriehe, Hohnhorst, Rehren, Riehe und
Waltringhausen, sowie die SEG der Deutschen Roten Kreuzes aus Obernkirchen
an.
Vor Ort wurden dann verschiedene Einsatzabschnitte gebildet. Die zuerst
eintreffenden Feuerwehren begannen mit der Menschenrettung und der
Brandbekämpfung. Mit der Drehleiter aus Bad Nenndorf wurden mehrere Personen
aus den oberen Stockwerken in Sicherheit gebracht. Die nachalarmierten
Kräfte begannen damit, eine Wasserleitung von der Rodenberger Aue in Ohndorf
bis zum Brandobjekt aufzubauen. Für die mehr als 1.500 Meter lange Leitung
verlegten die Feuerwehrleute beinahe 80 B-Schläuche. Mit sechs Pumpen wurde
das Wasser über die Lange Strecke gefördert. Ziel war es, mindestens 1.000
Liter in der Minute zu fördern.
Die Rettungskräfte des DRK übernahmen die Versorgung und Betreuung der
Verletzten. Die "Opfer" wurden vor dem Beginn der Übung realistisch
geschminkt und verhielten sich auch so. Platzwunden, Brandverletzungen,
Rauchvergiftungen und Schocks mussten von den Einsatzkräften behandelt
werden. In der Mehrzweckhalle Riepen wurden die Verletzten registriert und
versorgt.
In einem ersten Fazit zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden mit dem
Ablauf der Übung. Sicherlich gibt es in verschiedenen Bereichen noch
Handlungsbedarf. So ist beispielsweise die Kommunikation noch ausbaufähig.
In einer Nachbesprechung werden sich die Führungskräfte noch genauer mit dem
Ablauf befassen und die Schwachstellen herausarbeiten. Doch genau dazu sind
solche Übungen da.
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