Fehlalarme bleiben Ärgernis für Feuerwehr

Bad Nenndorf. Obwohl die Anzahl der Fehlalarme im vergangenen Jahr abgenommen hat, sind sie dennoch eine Belastung für die Freiwillige Feuerwehr Bad Nenndorf. 40 Mal rückte man umsonst aus. Dabei sind vor allem die 18 Falschalarme, bei denen aus Unachtsamkeit Feueralarm ausgelöst wurde, besonders ärgerlich. Hier sind die Betreiber der Anlagen gefordert, ihre Mitarbeiter, Kunden und im Hause tätige Handwerker zu informieren.

Ortsbrandmeister Thomas Schweer konnte im ehemaligen Kurhaus zahlreiche Gäste aus Bevölkerung, Politik und Feuerwehr begrüßen. Die Feuerwehr rückte in 2007 insgesamt 91 Mal aus. Von der klassischen Katze im Baum, über Großbrände bis hin zu schweren Unfällen mit Toten und Verletzten reichte das Spektrum der verschiedenen Einsätze. Besonders tragisch und für die Einsatzkräfte belastend war ein Einsatz in Hohnhorst, bei dem vier Mitglieder einer Familie, darunter zwei Kinder, ums Leben kamen. Ein Kleinkind und der Familienhund überlebten den schrecklichen Unfall. Bei zwei weiteren Einsätzen kam für zwei Menschen ebenfalls jede Hilfe zu spät. Großbrände bekämpfte die Feuerwehr in Barsinghausen und in Beckedorf.

Wie der stellvertretende Ortsbrandmeister Jürgen Ehle ausführte, sei die hohe Zahl der Falschalarme, bei denen auf Grund von Bauarbeiten, Rauchen oder häufig auch Wasserdampf, Alarm ausgelöst werde. Hier sind die Betreiber der Anlagen gefordert. Sie müssen ihre Mitarbeiter, Kunden und auch Handwerker auf die Rauchmelder hinweisen. Nur so kann die Zahl der Einsätze, die die Feuerwehr umsonst ausrückt, reduziert werden.

Der stellvertretende Zugführer Paul Dylla, berichtete vom intensiven Ausbildungs- und Übungsdienst. An 40 Diensten wurde der Umgang mit der vorhandenen Ausstattung intensiv geübt. Besonders  hob er die realitätsnahen Einsatzübungen im ehemaligen Kaufhaus Ceha Bock hervor. Vor dem Abriss bot sich der Feuerwehr noch die Gelegenheit, im Gebäude zu üben.

Auf einem aufsteigenden Ast befindet sich auch die Jugendfeuerwehr. Die 24 Jugendlichen um Jugendwart Thomas Hoffmeister waren sehr aktiv. Neben dem Besuch zahlreicher Wettbewerbe standen auch Ausbildungsdienste, ein Zeltlager, sowie viele Treffen mit Sport und Spiel auf dem Programm.

Beleg für eine erfolgreiche Jugendarbeit ist, wenn Jugendliche an die Einsatzabteilung übergeben werden können. Im Rahmen der Jahresversammlung der Jugendfeuerwehr wurden Christina Falke, Pascal Reck und Michael Schweer bereits aus den Reihen der Nachwuchsbrandschützer verabschiedet. Ortsbrandmeister Thomas Schweer konnte sie nun in den Reihen der Aktiven begrüßen und beförderte sie sogleich zu Feuerwehrfrau und -männern.

Jaqueline Recke ernannte der Ortsbrandmeister zur Oberfeuerwehrfrau. Paul Dylla erhielt aus den Händen von Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote einen weiteren Stern. Da er in der Kreisausbildung tätig ist, steht ihm der Dienstgrad Hauptlöschmeister zu. Ebenfalls einen Stern - und zwar einen goldenen - hatte Gemeindebrandmeister Uwe Blume zu vergeben. Er beförderte Jürgen Ehle zum Oberbrandmeister.

Für 25-jährige aktive Mitgliedschaft wurden Thomas Schröder und Ingo Scheibel geehrt. Zahlreiche fördernde Mitglieder unterstützen 40 Jahre die Feuerwehr und wurden mit einer Ehrennadel ausgezeichnet.

 

25 Jahre in der Feuerwehr: Thomas Schröder (links) und Ingo Scheibel.

Fördernde Mitglieder wurden für Ihre 40-jährige Treue zur Feuerwehr geehrt.
   

Befördert (von links): Paul Dylla, Michael Schweer, Christina Falke, Jacqueline Reck, Pascal Reck und Jürgen Ehle.
 
 
Text und Fotos: Marco Thiele    
 

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