Ohndorf. Gleich drei hohe Ehrungen konnten im Rahmen
der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ohndorf
vorgenommen werden. Der Leiter des Brandschutzabschnitts Nord, Günter
Schneider, konnte Auszeichnungen für 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft
in der Feuerwehr vergeben.
Für die Feuerwehr Ohndorf war es ein arbeitsreiches und gleichzeitig
erfolgreiches Jahr. Wie Ortsbrandmeister Heinz-Konrad Stemme berichtete,
gab es vier Hilfeleistungen zu bewältigen. Orkan "Kyrill" wehte einen
Geräteschuppen auf die Straße, ein Hochwasser der Rodenberger Aue
bedrohte einige Häuser, eine Ölspur musste beseitigt werden und bei
einem Verkehrsunfall wurde ebenfalls auslaufendes Öl aufgenommen.
Daneben war die Feuerwehr bei den Übungen der Kreisfeuerwehrbereitschaft
und einer Großübung in Riepen gefordert.
In einem Ort wie Ohndorf unterstützt die Feuerwehr natürlich auch die
Dorfgemeinschaft wo sie kann. Sei es beim traditionellen Osterfeuer, dem
Erntefest oder dem Tag des offenen Denkmals. Die Feuerwehr war immer mit
dabei.
Gruppenführer Marco Thiele berichtete vom Ausbildungs- und
Wettbewerbsgeschehen. Um für mögliche Einsätze gerüstet zu sein, ist
eine ständige Aus- und Weiterbildung erforderlich. Die Feuerwehrleute
beschäftigten sich in der Theorie mit den Themen Sprechfunk an der
Einsatzstelle, Unfallverhütung oder der Feuerwehrdienstvorschrift 3. In
der Praxis wurde der Umgang mit den Pumpen trainiert, ein angenommener
Pkw-Brand gelöscht und man befasste sich mit Knoten und Stichen. Teil
der praktischen Ausbildung sind auch die Wettbewerbe, an denen die
Feuerwehr Ohndorf mit Erfolg teilnahm. Bei vier Wettbewerbsbesuchen
wurden zwei erste Plätze, ein zweiter und ein vierter Platz errungen.
Besonders freuten sich die Ohndorfer über den dritten Gewinn des
Gemeindepokals in Folge, denn dadurch ging der Wanderpreis in den Besitz
der Feuerwehr über.
Für 2008 ist wieder der Besuch diverser Wettbewerbe geplant. Durch die
Einführung geänderter Bestimmungen, wird man zwar härter trainieren
müssen, erhofft sich aber dennoch gute Ergebnisse.
Jugendarbeit wird in Ohndorf groß geschrieben. Die Jugendfeuerwehr zählt
mit ihren 19 Mitgliedern zu den größten in der Samtgemeinde. Durch den
Wechsel von drei Jugendlichen in die Einsatzabteilung und den Umzug
einer Familie ist die Gruppe zwar geschrumpft, aber dennoch gut
aufgestellt. Durch einen Doppelsieg beim Gemeindewettbewerb der
Jugendfeuerwehren gehen die Jugendlichen mit dem nötigen Eifer in die
neue Saison und erhoffen sich wieder gute Resultate.
Ortsbrandmeister Stemme nahm Mirko Becker, Nino Brandes und Jan Stemme
in den Reihen der Aktive auf. Zuvor waren sie aus den Reihen der
Jugendfeuerwehr durch den Gemeindejugendwart Frank Blume verabschiedet
worden.
Einige hohe Ehrungen nahm der Leiter des Brandschutzabschnitts Nord,
Günter Schneider, vor. Für 40-jährige aktive Mitgliedschaft in der
Freiwilligen Feuerwehr Ohndorf ehrte er Friedrich Windheim mit dem
Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen. 50 Jahre ist Horst Matthias
dabei. Er bekam das entsprechende Abzeichen des Landesfeuerwehrverbandes
überreicht. Gar 60 Jahre ist Heinrich Hattendorf Mitglied der Feuerwehr.
Für diese langjährige Treue wurde das Ehrenmitglied der Feuerwehr
Ohndorf ebenfalls vom Landesfeuerwehrverband geehrt.
Bei einer Jahreshauptversammlung dürfen auch die Beförderungen nicht
fehlen. Mirko Becker, Nino Brandes, Andreas Käsler, Jan Stemme und
Andreas Wehrhahn beförderte der Ortsbrandmeister zu Feuerwehrmännern.
Markus Wille ist nun Oberfeuerwehrmann. Marcel Möller wurde in
Abwesenheit zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Frank Meyer und Rudolf
Wille bekamen einen zusätzlichen Stern überreicht und sind nun Erste
Hauptfeuerwehrmänner.
Bei den regelmäßig stattfindenden Wahlen wurde Heinz-Konrad Stemme von
den Aktiven für eine weitere, vierte Amtsperiode, gewählt. Er muss nun
noch vom Rat der Samtgemeinde ernannt werden.